Alicudi

File 272Die zweitkleinste der Liparischen Inseln Alicudi erstreckt sich auf nur ganzen 5,2 km² und hat ca. 100 Einwohner, die grösstenteils im gleichnamigen Dorf Alicudi im Osten der Insel leben. Ein einziger Vulkan, der 675 m hohe Filo del´Arpa, prägt das Aussehen des beinah kreisrunden Inselchens. Etwa nur 1/3 der Landschaft auf diesem seit Jahrtausenden erloschenen Vulkankegel ist überhaupt erschlossen, denn ringsherum fällt das Gelände steil ab, darunter ist die Westküste besonders schroff und komplett unbewohnt.

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Wer ohnehin schon die kleine paradiesische Gruppe der Liparischen Inseln entdeckt hat, der sollte auch dieses scheinbar vergessene Eiland nicht auslassen. Elektrizität existiert hier erst seit knapp 20 Jahren, zudem ist die Insel praktisch autofrei. Bepackte Maulesel bringen hier ihre Lasten von A nach B, für die Einwohner und Besucher dienen Jahrhunderte alte Steintreppen und Terrassen um die steile Landschaft nach oben und unten zu überwinden. Also ein Besuch, der auch etwas körperliche Kondition verlangt. Beste Reisezeit sind das Frühjahr und der Spätsommer, Übernachtungsmöglichkeiten stehen in dieser Zeit nur in einem einzigen Hotel zur Verfügung, doch hat es sich eingebürgert, dass auch Privathaushalte Übernachtungen anbieten.

 

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Die Insel hat schon manch einen Einsiedler oder Kreativität suchenden Künstler angelockt. Die Wildheit der Natur, das glasklare Meereswasser und die vollkommene Ruhe machen Alicudi gewissermassen zum Geheimtipp, denn von einer touristischen Infrastruktur oder Organisation ist die Insel weit entfernt. Trotzdem leben die Inselbewohner vom Tourismus, daneben betreiben sie Fischfang und bauen Feigen, Kapern, Mandeln und Wein an. Zu den besten Aktivitäten auf Alicudi gehören Tauchen, Schnorcheln und Wandern, wobei bei letztgenanntem in der Dunkelheit daran gedacht werden sollte, dass es keine öffentliche Beleuchtung auf der Insel gibt.