Inseln um Sizilien

Vor den Küsten Siziliens ragen viele kleine Inselchen aus dem Meer, die alle vulkanischen Ursprungs sind, im eigentlichen Sinne sind sie die Gipfel gigantischer Vulkane in den Tiefen des Meeres. Der Vulkanismus prägte auch die Landschaft. So finden Sie wirklich auf jeder der Inseln malerisch zerklüftete Küsten, deren Felsformationen die erstaunlichsten Formen annehmen können, aber auch paradiesisch ruhige Buchten, windstill und mit türkisfarbenem, klaren Wasser versehen. Gleichzeitig sind die Gewässer reich an Fischen und Krustentieren, weshalb die Inselbewohner zumeist vom Fischfang, aber auch von der Landwirtschaft und vom ansteigenden Tourismus leben. Ein Muss sind natürlich die vielen kulinarischen Köstlichkeiten, die sich aus der lokalen Landwirtschaft und dem Fischfang ergeben. Frischer Fisch direkt aus dem Meer, traditionelle Kaperngerichte, feines Olivenöl und viel guter Wein gehören zu den einheimischen Spezialitäten.

Die bunte Unterwasserwelt zieht vor allem viele Taucher an, neben den Meeresbewohnern sind es eindrucksvolle Grotten und Unterwasserhöhlen, die die Abenteuerlust wecken. Ustica im Thyrrenischen Meer vor Palermo wird besonders geschätzt, da hier zudem noch ein altes Schiffswrack aus der römischen Epoche auf dem Meeresgrund erforscht werden kann.

Die Liparischen Inseln (auch Äolische Inseln) nordöstlich von Sizilien sind die bekannteste Inselgruppe Siziliens. Neben der Erholung an einem der schönen, dunklen Lavastrände, erfahren Sie auf der Hauptinsel Lipari einiges über die Siedlungsgeschichte seit der Bronzezeit, Funde der Unterwasserarchäologie und besonders interessante Informationen zur Geologie und zum Vulkanismus. Stromboli und Vulcano beeindrucken mit ihren noch aktiven Vulkanbergen, Wanderungen zum Krater durch eine vielfältige Vegetation gehören hier zu den beliebtesten Aktivitäten. Filicudi und Alicudi sind etwas für Einsamkeit und Ruhe suchende Besucher, ebenso wie die Ägadischen Inseln westlich Siziliens mit ihren vielen traumhaften Buchten. Pantelleria ist die grösste Tochterinsel Siziliens und wegen ihrer variantenreichen Vegetation sehr gut zum Wandern geeignet. Auch auf Linosa, der vegetativsten und grünsten Insel der Pelagischen Inselgruppe lässt es sich sehr schön wandern.

Generell kann man einen Urlaub auf Siziliens Inseln als ziemlich exklusiv bezeichnen – abgesehen von den Liparischen Inseln, die internationalen Besuchern manchmal noch bekannt sind, sind die anderen Inselgruppen wenigen Leuten vertraut. Um so mehr ein Grund diese naturbelassenen und in ihrer eigenen Welt lebenden Eiländer zu entdecken, sei es für eine paar Tage auf der Insel selbst oder als Bootsausflug von Sizilien aus.