Panarea

File 281Panarea ist die kleinste, die älteste aber auch die exklusivste unter den Liparischen Inseln. Zusammen mit der Nachbarinsel Basiluzzo, die heute unbewohnt, aber von den Römern bewohnt war, und den Felsformationen Spinazzola, Lisca Nera und Bianca, Dattilo und Bottaro bildet Panarea einen eigenen kleinen Archipel. Die Felsen und Klippen sind zusammenhängend die Überreste eines Vulkans, dessen Tätigkeit bis auf ca. 1 Mio Jahre zurückverfolgt werden kann und der als ältester Vulkan überhaupt gilt.

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Auf Basiluzzo sind Reste römischer Wohnhäuser mit Fussbodenmosaiken, Wandmalereien und einer Hafenanlage unter dem Meer geborgen worden. Was die römische Oberschicht damals schon schätzte, nämlich eine Auszeit an idyllischen, von Meeresluft umgebenden Orten fernab stickiger Hitze, Geschäftigkeit und Chaos in den Städten, ist auch für gutbetuchte Italiener unserer Zeit in Mode gekommen, die Panarea und deren teilweise nur zu Wasser erreichbaren Strände mit ihren Jachten anfahren. Anlaufpunkt der Insel ist der Hafen San Pietro, wo auch Fähren und Tragflächenboote zu den Nachbarinseln, nach Messina und Milazzo fahren. Insbesondere in den Sommermonaten ist Panarea stark besucht, die knapp 500 Einwohner und auch die regelmässig wiederkehrenden Sommerresidenzler wohnen an der Ostküste der Insel. Dort fällt der höchste Gipfel Panareas Punta del Corvo (420 m) in Terrassen ab, bietet fruchtbaren Boden und lässt Getreide und Olivenbäume gedeihen.

In den Wintermonaten ist es recht ruhig auf Panarea, eine angenehme Zeit um ausgiebige Wanderungen durch das grüne Gelände zu unternehmen. Unter den Sand- und Kiesstränden ist die Bucht Cala di Junco die schönste. Auf dem Capo Milazzese, einem steil abfallenden Felsvorsprung, hat man eine bronzezeitliche Siedlung aus dem 2. Jt. v. Chr. mit bisher 23 Rundhütten freigelegt, in denen Gebrauchskeramik, Kochgeschirr und Mühlsteine gefunden wurden – für Kulturinteressierte unbedingt sehenswert.