Salina

File 290Salina gilt als grünste und vegetationsreichste Insel der liparischen Inselgruppe, als einzige hat sie dies einer Süsswasserquelle zu verdanken. Seit 1983 steht der Grössteil der Insel unter Naturschutz. Ihr heutiger Name geht auf die in römischer Zeit stark florierende Salzgewinnungsanlage zurück, deren Becken heute Sumpfgebiet ist und sich an der Landzunge Lingua befindet. Als zuvor die Griechen hier siedelten, nannten sie die Insel Didyme (= Zwilling), was sie vom Erscheinungsbild der zwillingshaften Vulkanberge Monte Fossa delle Felci (962 m) und Monte dei Porri (860 m) ableiteten. Wie alle anderen lnseln Liparis ist Salina vulkanischen Ursprungs, insgesamt sind 6 Vulkane auf der Insel vertreten, die letzte Eruption liegt allerdings mehr als 13 000 Jahre zurück und jeder der Vulkane gilt heute als inaktiv.

Auf Salina leben ca. 2 000 Menschen, die sich auf die drei Gemeinden Malfa an der Nordküste, Leni an der Südküste und Santa Marina Salina an der Ostküste verteilen. In letztgenannter befindet sich der Fährhafen für die Zu- und Abfahrt der Insel. In Santa Marina Salina steht ausserdem die älteste Marienkirche (1622) der gesamten liparischen Inselgruppe. Sie entstand auf den Fundamenten eines römischen Tempels und wurde Anfang des 20. Jh. umfangreich saniert. Zu Ehren der Madonna del Terzito finden jährlich festliche Prozessionen statt.

Nicht allein der Tourismus, wie auf allen anderen Liparischen Inseln, bildet eine wirtschaftliche Einnahmequelle, sondern auch die Landwirtschaft erzielt im Bereich des Weinanbaus und der Kapernernte wichtige Erträge. Bekannt für Lipari ist die typische Rebsorte Malwasia di Lipari, aus der ein beliebter, süsslicher, bernsteinfarbener Dessertwein produziert wird. Auf die in Meersalz eingelegten Kapernfrüchte verstehen sich die Bauern so gut, dass sie sogar exportiert werden. Zudem sind sie natürlich die beliebteste Zugabe bei einheimischen Gerichten, so dass Sie kaum ein Gericht ohne Kapern finden werden. Die Insel eignet sich ebenfalls sehr gut für Wanderausflüge. Sandstrände sind eher rar, aber dafür gibt es viele Stellen, wo man vorzüglich im kristallklaren Wasser schnorcheln und Fische beobachten kann. Nicht zuletzt besitzt Salina eine sehr malerische, an vielen Abschnitten sehr individuell mit Felsen und Riffe gestaltete Küste.