Sehenswürdigkeiten in Sizilien

File 218Italiens grösste Insel hat zahllos viele Attraktionen, die unterschiedlichen Charakters sind und somit für jeden Freizeitgeschmack etwas zu bieten haben. Natur- und Wanderfreunde kommen genauso gut auf ihre Kosten wie Kultur- und Geschichtsinteressierte. Die höchste Konzentration an Spuren der verschiedenen Völker, die Sizilien im Laufe der Geschichte zu ihrer Heimat gemacht haben, finden sich an den Küstengebieten, insbesondere in den Küstenstädten. Das Landesinnere war schon in der Vergangenheit nur an ausgewiesenen Stellen von grösserem Siedlungsinteresse, nämlich dann, wenn eine günstig zu verteidigende geografische Lage wie in den Bergstädtchen Enna und Erice gegeben war.

Sonst wird seit jeher im Landesinneren überwiegend Landwirtschaft betrieben und die grossen Denkmäler blieben aus – eine Ausnahme bildet die wunderschöne Villa de Casale in Piazza Armerina, die aufgrund ihrer beispiellos gut erhaltenen Architektur und Mosaiken die wichtigste Sehenswürdigkeit der römischen Epoche auf der Insel bildet.

Für einen guten Ausgleich von Kultur und Natur lässt sich beides hervorragend kombinieren, denn nicht selten liegen beide unweit voneinander entfernt, und das insbesondere an der Ostküste. So kann man einen sportlichen Ausflug auf Europas aktivsten Vulkan Ätna unmittelbar mit einem Besuch der nahgelegenen, grossartigen Kirche SS. Pietro e Paolo nördlich von Taormina verbinden, die als eine der wichtigsten mittelalterlich-normannischen Denkmäler keinesfalls versäumt werden sollte. In der Gegend von Taormina mündet auch der Fluss Alcantara ins Ionische Meer. Seine Lavasäulen aus vorgeschichtlicher Zeit bilden die berühmte Alcantara-Schlucht, die sich sehr gut zum Wandern, Baden und Sonnenbaden eignet.

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An der Nordküste gibt es nicht weniger Sehenswürdigkeiten. Allein die Hauptstadt Palermo bietet unzählig Abwechslung – das Zentrum ist geprägt von Kirchen und Palastbauten der Normannen, die umliegende Berglandschaft des Monte Pellegrino gilt mit dem Parco della Favorita seit langem als beliebtes Naherholungsgebiet für die Stadtbewohner und sogar der städtische Strand Mondello-Bay ist von unglaublicher Schönheit, so dass hier jährlich unzählige Besucher Urlaub machen. Zu den besonderen Sehenswürdigkeiten zählen wir die Bauten der Zisa und Cuba in Palermos Gärten. Sie bilden gewissermassen das i-Tüpfelchen der vielen normannischen Denkmäler in der Innenstadt, denn mithilfe von Luftzirkulation und einem ausgeklügelten Wassersystem arabischer Herkunft sind hier Sommerpaläste entstanden, die den Mitgliedern der normannischen Königsfamilie die heissen Sommer versüssen sollten.

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Fans von Kuriosem werden in Palermo mit einem Besuch in den Katakomben der Kapuzinermönche eine äusserst sonderbare Sehenswürdigkeit kennenlernen. Diejenigen, die sich in die Katakomben herunterwagen, erwarten über 8 000 konservierte Mumien in historischer Kleidung. Ganz in der Nähe von Palermo erhebt sich das kleine Städtchen Monreale, das mit einer der schönsten Kathedralen (Dom von Monreale) weltweit unbedingt einen Ausflug wert ist. Das Pilgerstädtchen Tindari an der Nord-Ost-Küste ist ein vortrefflicher Ort um eine griechische Siedlung besser kennenzulernen.

An der Westküste empfehlen wir nicht nur die tolle Stadt Marsala, sondern vor allem einen Bootsausflug zur kleinen Insel Mozia. Hier gibt es eine rein punische Siedlung zu entdecken und ein einziges Museum inmitten von herrlich duftenden Pinienbäumen verspricht einen unvergesslichen Aufenthalt. Vor Marsala etwas weiter im Binnenland liegt das Siedlungsprojekt Gibellina Nuova, eine modern angelegte Stadt mit der grössten Dichte an modernen Kunstwerken in ganz Italien.

Die Südküste verfügt mit den Tempeln von Selinunt, dem Tal der Tempel in Agrigent, der grossartigen Stadt Syrakus und der vitalen Küstenstadt Sciacca ebenfalls über eine grosse Anzahl an sehenswerten Attraktionen. Auch die Strände sind hier wunderbar, so dass man zwischen all den kulturellen Ausflügen auch mal die Seele baumeln lassen kann.